Was tun bei Lampenfieber?

Zittern, schwitzen, stottern, Herzrasen, trockener Mund, Anspannung, Nervosität, Leere im Kopf und Momente der puren Verzweiflung – so fühlt sich Lampenfieber an. Die letzten Momente vor einem Auftritt. Die Momente in denen man an sich und seinem „Können“ zweifelt.

Ich habe sogar schon Menschen sagen hören, dass ihre schlimmste Angst jene ist, vor anderen öffentlich sprechen zu müssen.

Das positive am Lampenfieber sehen

Für mich hat Lampenfieber aber auch immer einen ganz positiven Aspekt, denn durch die Aufregung wird Adrenalin ausgeschüttet und das sorgt dafür, dass die Sinne geschärft werden, die Aufmerksamkeit erhöht wird … Adrenalin was für ein herrliches Aufputschmittel.

Und hier kommt gleich mein erster Tipp: Lampenfieber nicht als Feind, sondern als Freund sehen. Ein Freund, der dafür sorgt, uns in den Minuten vor dem Auftritt zu pushen und zu motivieren. Ein Freund, der uns zu verstehen gibt, wie wichtig wir den folgenden Auftritt nehmen. Ich möchte gar nicht wissen, wie wenig spannend und leidenschaftlich ein Auftritt ohne Adrenalin und Lampenfieber ist. Wenn ich diesen Kick vor meinen Moderationen nicht mehr spüren sollte, werde ich diese Leidenschaft sicher an den Nagel hängen.

Folgende Tipps für alle, die Lampenfieber ab sofort zum Freund haben wollen:

 

  • Lampenfieber gibt uns zu verstehen, dass wir leidenschaftliche Menschen sind und uns der Auftritt etwas bedeutet. Also positiv denken!
  • Vor dem Auftritt ganz einfach was trinken. Keinen Alkohol, keine Cola oder sprudelndes Mineralwasser. Hände weg von Flüssigkeiten, die für Aufstoßen oder schlimmeres sorgen könnte. In kleinen Schlucken trinken und grade nur so viel, dass kein drückender Wasserbauch entsteht.
  • Lockerungsübungen machen. Ich suche mir immer ein Plätzchen an dem ich kurz unbeobachtet bin und formuliere dann laut und mit übertrieben offenem Mund die Buchstaben A-E-I-O-U. Dazu mache ich dann auch folgendes: Lippen locker aufeinanderlegen und Luft auspressen … sollte sich im besten Fall anhören, wie das Schnauben eines Pferdes. Klingt komisch, hilft aber. Dazu dann einfach auch mal den ganzen Körper kurz durchschütteln und lockern
  • Lächeln. Auch wenn einem ganz anders zumute ist – lächeln hilft. Kein übertriebenes Grinsen, aber ein einfaches, minimales Hochziehen der Mundwinkel hilft. Garantiert!
  • Gegen trockenen Mund – schon am Weg auf die Bühne – hilft ein kleiner Trick (wenn dann kein Glas Wasser mehr in der Nähe ist): sich vor dem ersten Satz einfach sanft in die Zunge beißen, das regt den Speichelfluss an und schafft ein wenig Abhilfe.
  • Selbstbewusst auftreten und sich selber immer sicher sein: „Ich schaffe das!“

Wie selbstbewusstes Auftreten funktioniert und warum man dabei den schmalen Grad zur Arroganz auf keinen Fall überschreiten sollte, demnächst hier im Blog!

Herzlichst,

Martina Klementin

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Andrea
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Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Ich habe sie mir abgespeichert und werde sie mir vor meinem nächsten Vortrag auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Gerade der Trick mit dem auf die Zunge beissen, ist wertvoll für mich, glaube ich 🙂 Danke für den Artikel!